Woche 30

Woche 30

Leben soll spannend sein!

(Lukas 12:7) Aber auch die Haare auf eurem Haupt sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge. (Luther)

Für viele Paare ist der schönste Teil ihres Ehelebens der, in dem füreinander geworben wird. Viele erinnern sich mit Sehnsucht daran, wie ein Anruf des Partners ihr Herz fast zum Stehen gebracht hat. In ihrer Verliebtheit haben sich die beiden Partner extra schick für einander angezogen. Die bloße Erwähnung des Lieblingsessens sorgte dafür, dass es auf eine „magische“ Art und Weise plötzlich auf dem Küchentisch serviert wurde. Wenn eine Lady nebenbei erwähnt, dass ihre Lieblingsfarbe blau ist, führt dies dazu, dass der Mann sich irgendwie in den blauen Himmel verliebt. Und sie bekommt blaue Blumen zum Valentinstag. Unzählige Stunden werden mit Turteln verbracht. Ein Partner erzählt seine Geschichten und der andere hört mit (drei) offenen Ohren zu. Sie erkunden gegenseitig ihre Seelen und Herzen, gehen Hand in Hand spazieren und fragen sich, wie die Welt nur so gut sein kann! Alles war ein Abenteuer nach dem anderen. Eine Schatzsuche, die nicht enttäuscht hat.

Dann kommt der Druck zu heiraten, der wenig Energie für weitere Entdeckungsreisen übrig lässt. Der Hochzeit folgen ein paar andere Überraschungen wie zum Beispiel, dass Dein Prinz nicht nur ein bisschen schnarcht, sondern wirklich laut! Der Mann nimmt sehr schnell wahr, dass seine Frau – entgegen seiner Mutter – nicht Kochen kann und die Zubereitung von Frühstück anscheinend auch kein Teil ihres Tagesplans ist. Die Erkundungsreise hört auf. Es gibt keine Entdeckungen mehr.
Abenteuer verwandeln sich in Alpträume und das Ende der Ehe beginnt. Ja, die beiden werden um der Kinder Willen und der Gemeinde wegen zusammen bleiben, aber die Aufregung ist vorbei. Alles ist sehr langweilig.

Es ist traurig, aber unsere Beziehung zu Jesus folgt demselben Muster. Als „frischer“ Gläubiger gehen wir auf Erkundungsreise, wir entdecken Jesus im Wort und sind erstaunt und begeistert von Ihm. Wir suchen Ihn im Bibelstudium, wir verpassen keinen Gottesdienst, wir beten Ihn aus voller Freude an. Was wir in der Gemeinde hören, versuchen wir mit Eifer selbst anzuwenden. Alles ist abenteuerlich.
Und dann kommen ein paar negative Entdeckungen wie zum Beispiel, dass Jesus von uns erwartet, unsere Feinde zu lieben. Er erwartet Gehorsam. Manchmal beantwortet Er unsere Gebete nicht sofort oder Er sagt womöglich Nein – oder „Warte!“. Die Aufregung ist vorbei und Langeweile setzt ein.

Aber ist es ein Muss, dass das Abenteuer aufhört und die Langeweile eintritt? Oder kann unser Leben eine lange, spannende Erfahrung werden?
Ja.
Ich glaube, dass diese Fallen durch ein wenig Erkenntnis und Mühe vermieden werden können; sowohl in unseren menschlichen Beziehungen, als auch in unserer Beziehung zu Jesus.

Als erstes sollten wir von Jesus lernen. Er wird niemals müde von uns, weil Er niemals aufhört uns zu erforschen. Ich kann mir vorstellen, wie Jesus meine Haare zählt. Sowohl kurze als auch lange. Aber wenn Er sogar Zeit hat, meine Haare zu zählen, dann bin ich mir sicher, dass Er auch meine Blutströmung gecheckt hat, meine Herzschläge, meine Gedanken, meine Seele, meinen Dienst, meinen Glauben, meine Hoffnung, meine Liebe, meine Familie und so weiter. Er kennt mich besser als ich mich selbst kenne. Und Er ist jedes Mal aufgeregt und begeistert, wenn ich einen Schritt im Glauben vorwärts gehe.
Wie auch Gott vor langer Zeit gesagt hat, kann auch Jesus sagen: „Alles an ihm ist sehr gut.“

(1.Mose 1:31) Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag. (Elberfelder)

In der Offenbarung hat Jesus in Seinen Briefen an die Gemeinden immer mit dem Satz „Ich weiß…“ angefangen.
Ja, Jesus erforscht, Er entdeckt und Er ist begeistert von uns. Er ist niemals gelangweilt von uns.

Paulus war niemals gelangweilt von Jesus. Er hat ihn ständig erforscht;

(Philipper 3:10) um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleich werde, (Elberfelder)

Jesus ist ein Geheimnis, das erforscht werden will;

(Kolosser 1:27) Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Die Ewigkeit wird nicht lang genug sein, um die Herrlichkeit, die in Jesus Christus ist, vollkommen zu  kennen und zu entdecken. Wie können wir also hier auf Erden müde werden, Ihn zu erforschen und Ihn zu entdecken, wenn wir damit hier gerade erst beginnen?

Aus meiner Eheerfahrung kann ich sagen, dass jeder Partner ein Geheimnis ist, das erforscht und entdeckt werden soll. Die Zeit hier auf Erden ist nicht lang genug, um diese Entdeckung zu vollenden. Wenn Du von Deinem/r Partner/in oder Freund/in nicht begeistert bist, triff die wertvolle Entscheidung, dass Du mit Deiner Erkundungsreise fortführst. Versuche ihn/sie nach den Lebensereignissen zu fragen, die sie/ihn geprägt haben.

Jemand hat einmal gesagt, dass Du in einem Monat mehr Menschen als Freunde gewinnen kannst, wenn Du Interesse an ihrem Leben zeigst, als Du Menschen innerhalb eines Jahres als Freunde gewinnst, indem Du versuchst, bei ihnen Interesse an Deinem Leben zu wecken.

(Johannes 17:3) Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Elberfelder)

Lebe ein spannendes Leben!
Pastor James Kimani.
Immenstadt.

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